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1. Was muss eigentlich passieren,
damit eine Internetseite - so wie diese hier - auf
dem Bildschirm zu sehen ist? |
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2. Zuerst braucht man einen Computer mit
einem Modem. Zum Beispiel so eins, wie es Armin hier
hat. Das Modem ist mit der Telefonleitung, dem
Stromnetz und dem Computer verbunden. |
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3. Dann muss noch ein Computerprogramm auf
dem Rechner installiert werden. Solche Programme
bekommt man von einem Provider: So werden die Leute
genannt, die den Computer über die
Telefonleitung mit dem Internet verbinden. |
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4. Der Provider hat einen sehr großen Rechner,
der über viele, viele Kabel mit dem Telefonnetz und
dem Internet verbunden ist. Damit dieser Riesencomputer
mitbenutzt werden kann, muss man den Provider bezahlen. |
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5. Weil das, was in den Computern passiert, nicht zu sehen
ist, spielen wir es mit Menschen vor...
Ein Provider ist so etwas wie ein Laden, der
Internetseiten zur Verfügung stellt. Da geht jetzt
zum Beispiel Armin rein und sagt, welche Seite er
sehen möchte. |
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6. Zuerst muss der Provider überprüfen, ob Armin
wirklich Kunde bei ihm ist. Dafür gibt es ein
Kennwort, das nur der Provider und Armin selbst kennen.
Armin gibt dem Provider seinen Namen
und sein Kennwort: "FRIKADELLE". Beides wird
verglichen und - wenn es übereinstimmt -
wird er "bedient". |
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7. Dann bekommt Armin eine Nummer. Die Nummer wird
vergeben, damit der Computer des Providers Armins
Computer wiedererkennt, wenn die Daten aus dem
Internet eintreffen. Das passiert mit jedem Computer.
Der Kontakt zum Provider wird in Wirklichkeit über das
Modem und die Telefonleitung hergestellt. |
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8. Vorher muss Armin dem Provider natürlich sagen, was
er sehen möchte. Armin schreibt den Namen der
Internetseite auf einen Zettel und steckt ihn in einen
roten Umschlag. Das macht man in Wirklichkeit nicht in
einem Laden, sondern am Computer - ist ja klar. |
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9. Der Provider weiß jetzt, welche Seite gewünscht ist,
aber er weiß noch nicht, wo sie genau zu finden ist.
Deshalb schickt er jemanden los, der sich erkundigen
soll. |
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10. Und los geht's, bis zur Auskunft. |
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11. Das ist so ähnlich wie bei der Telefonauskunft.
Die kennt auch alle Telefonnummern, sogar die
ganz neuen, die noch gar nicht im Telefonbuch stehen
und kann deshalb einen Namen mit einer Nummer verbinden.
Im Internet ist das natürlich wieder ein Computer, der
alle Namen und Nummern der anderen Computer kennt. In
unserem Beispiel sitzt hier der
"Auskunftsmann". |
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12. Der "Auskunftsmann" schaut nun in seinem
Verzeichnis nach und sucht die richtige Nummer zum
Namen der Seite, denn die eigentliche Adresse der Seite
ist eine Zahlenkombination. Warum ist das so? |
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13. Computer können nur mit Zahlen umgehen. Wir Menschen
können uns aber leichter einen Namen merken als so eine
krumme Zahlenkombination. Und deswegen verknüpft der
Auskunftscomputer den Namen mit der richtigen
Zahlenkombination und schickt sie zurück zum Provider.
http://149.219.195.86 bedeutet also dasselbe wie
http://www.die-maus.de
Das könnt ihr auch selbst ausprobieren: Wenn ihr die
Zahlenkombination in das Eingabefeld für die
Internetadresse eintippt, bekommt ihr auch die
Internetseite der Maus. |
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14. Wenn der Provider jetzt die Zahlenkombination hat,
gibt es zwei Möglichkeiten, wie es weitergeht... |
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15. Erste Möglichkeit: Die Seite wird oft beim Provider
verlangt. Deshalb hat der Provider sich eine
Kopie gemacht, damit er die Kunden direkt beliefern kann.
Der Provider hat sie in unserem Fall aber nicht, also
wählt er die zweite Möglichkeit: Die
bestellte Seite ist neu und muss erst von dem Computer
geholt werden, auf dem sie abgespeichert ist. |
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16. Dazu schickt er nochmal eine Nachricht los. Da steht
jetzt die Wartenummer des Kunden drin, welche Seite er
sehen möchte und welche Zahlenkombination der Computer
hat, auf dem die Seite abgelegt ist. Diesen Computer
nennt man übrigens Server, das heißt "Diener"
oder "Servierer". |
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17. Die Nachricht weiss jetzt, wo sie hin muss, aber
sie kennt noch nicht den besten Weg dorthin.
Deswegen ist sie auf dem Weg darauf angewiesen, dass
ihr jemand sagt, wo es lang geht. Das sind
Computer, die werden Router genannt. Das bedeutet
"Wegweiser" oder "Umleiter". |
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18. Die Router können die Nachricht sogar umleiten,
wenn mal eine Leitung überlastet ist oder ein wichtiger
Internetrechner in Reparatur ist. |
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19. Wegen dieser Umleitungen und Staus müssen die
Daten manchmal riesige Umwege machen. Sie
nehmen dann nicht immer den kürzesten Weg, aber
meistens den schnellsten. So kann es passieren,
dass die Daten in Köln starten, über Frankfurt und
Hamburg geleitet werden, bis sie wieder in
einem anderen Computer in Köln ankommen. |
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20. Wenn die Nachricht den Server erreicht
hat, |
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21. ...liest er sie durch und stellt alles zusammen, was
zu der Seite gehört. In unserer Sachgeschichte ist es
ein Mann im orangenen Overall, in Wirklichkeit ist es
natürlich wieder ein grosser Computer. |
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22. Wenn die Seite fertig ist, |
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23. ...schreibt der Server aussen drauf, für wen sie
bestimmt ist und schickt sie zurück an den Provider. |
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24. Die Seite läuft jetzt durch das Internet
zum Provider zurück. Dabei nimmt sie häufig einen ganz
anderen Weg als
die Nachricht auf dem Hinweg genommen hat. |
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25. Hauptsache ist, dass sie irgendwann beim Provider
ankommt. |
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26. Und dass Armin die Seite vom Provider
bekommt. |
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27. Bis ihr eine Internetseite sehen könnt, passiert
also eine ganze Menge. Und jedesmal wenn ihr auf
irgendwas draufklickt... |
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27.
...geht die ganze Sache wieder von vorne los...
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